Ablösebetrag
Betrag, der zur vorzeitigen Beendigung oder Umschuldung einer bestehenden Finanzierung gezahlt werden muss. Er kann Restschuld, Gebühren und Vorfälligkeitskosten enthalten.
Die wichtigsten Begriffe der KMU-Finanzierung – verständlich erklärt, mit Links zu vertiefenden Beiträgen.

Betrag, der zur vorzeitigen Beendigung oder Umschuldung einer bestehenden Finanzierung gezahlt werden muss. Er kann Restschuld, Gebühren und Vorfälligkeitskosten enthalten.
Wertpapiere, die durch Forderungen oder andere Vermögenswerte besichert sind. Sie dienen der Refinanzierung und Strukturierung größerer Forderungsportfolios.
Eine Rechnung über einen Teilbetrag einer Gesamtleistung, häufig im Bau- und Anlagengeschäft. Wird oft in Bau-Factoring-Modellen vorfinanziert.
Planmäßige oder außerplanmäßige Wertminderung eines Anlageguts in der Buchhaltung. Sie beeinflusst Gewinn, Steuerlast und Kennzahlen.
Übertragung eines Anspruchs, meist einer Forderung, auf einen neuen Gläubiger. Beim Factoring werden Forderungen regelmäßig an den Factor abgetreten.
Berechnung des heutigen Werts einer zukünftigen Zahlung. Je höher Zinssatz und Laufzeit, desto niedriger ist der Barwert.
Zahlungsversprechen einer Bank im internationalen Handel. Es sichert Verkäufer und Käufer ab, wenn bestimmte Dokumente fristgerecht vorgelegt werden.
Rückfluss einer Investition über erwirtschaftete Überschüsse oder Einsparungen. Die Amortisationsdauer zeigt, wann sich ein Vorhaben rechnerisch bezahlt macht.
Kennzahl, die zeigt, wie stark das Anlagevermögen durch langfristiges Kapital finanziert ist. Sie hilft bei der Beurteilung der Bilanzstabilität.
Vermögenswerte, die dem Unternehmen langfristig dienen, etwa Maschinen, Fahrzeuge, Gebäude oder Software.
Gleichbleibende Kreditrate aus Zins- und Tilgungsanteil. Mit jeder Zahlung sinkt der Zinsanteil und der Tilgungsanteil steigt.
Neue Finanzierung, die nach Ablauf einer bestehenden Zinsbindung oder Laufzeit an deren Stelle tritt.
Finanzierung, die sich stark an werthaltigen Vermögensgegenständen wie Forderungen, Lagerbeständen, Maschinen oder Fahrzeugen orientiert.
Wert neu gewonnener Aufträge in einem Zeitraum. Er ist ein Frühindikator für Umsatz, Kapazitätsauslastung und Finanzierungsbedarf.
Risiko, dass ein Kunde, Kreditnehmer oder Geschäftspartner seine Zahlungsverpflichtung nicht erfüllt. Im echten Factoring übernimmt der Factor dieses Risiko weitgehend.
Finanzierung durch Kapital von außen, etwa Bankkredite, Leasing, Factoring, Beteiligungskapital oder Fördermittel.
Bürgschaftserklärung einer Bank zugunsten eines Dritten. Klassisch im Bau (Vertragserfüllungs- oder Gewährleistungsbürgschaft) und im Import (Zollbürgschaft).
Kreditform, bei der die Bank keine Liquidität auszahlt, sondern eine Bürgschaft oder Garantie stellt. Typisch bei Anzahlungs-, Vertragserfüllungs- oder Gewährleistungsavalen.
Klassisches Darlehen einer Bank mit vereinbarter Laufzeit, Verzinsung, Tilgung und Sicherheitenstruktur.
Übersicht über bestehende Bankverbindungen, Kreditlinien, Sicherheiten und Auslastungen. Hilft bei der Vorbereitung von Finanzierungsrunden.
Kredit, bei dem tatsächlich Liquidität bereitgestellt wird. Gegenstück ist der Avalkredit, bei dem die Bank eine Haftung übernimmt.
Internationales Regelwerk für Banken, das Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen definiert. Wirkt sich indirekt auf Kreditvergabe und Konditionen aus.
Vorsichtig ermittelter Wert eines Sicherungsobjekts, den Finanzierer für die Kreditentscheidung heranziehen. Er liegt häufig unter Markt- oder Verkehrswert.
Zins für zugesagte, aber noch nicht abgerufene Kreditmittel. Er fällt häufig bei Investitionskrediten oder Baufinanzierungen an.
Finanzierung von Warenlager oder Vorräten, um Kapitalbindung im Umlaufvermögen zu überbrücken.
Kurz- bis mittelfristiger Kredit zur Finanzierung laufender Aufwendungen wie Wareneinkauf, Personal oder Marketing. Siehe Produktseite.
Auswertung von Bilanz, GuV und Kennzahlen zur Beurteilung von Stabilität, Rentabilität, Liquidität und Verschuldung eines Unternehmens.
Ausweisbarer Gewinn nach Ergebnisverwendung, der für Ausschüttungen relevant sein kann. Er unterscheidet sich vom Jahresüberschuss.
Eigenschaft des Operating-Leasings: Das Leasingobjekt erscheint nicht in der Bilanz des Leasingnehmers. Verbessert Kennzahlen wie EK-Quote.
Gestaltungsspielräume bei Bewertung, Ansatz und Ausweis im Jahresabschluss. Ziel ist eine zulässige, aber strategisch passende Darstellung der Vermögens- und Ertragslage.
Summe der Aktiv- oder Passivseite einer Bilanz. Sie dient als Bezugsgröße für Kennzahlen wie Eigenkapitalquote oder Verschuldungsgrad.
Kredit ohne gesonderte dingliche Sicherheiten. Die Vergabe hängt stark von Bonität, Cashflow und Vertrauen in das Geschäftsmodell ab.
Kreditwürdigkeit eines Unternehmens, ermittelt aus Bilanz, BWA, Score (SCHUFA, Creditreform) und qualitativen Faktoren.
Numerischer Wert einer Auskunftei zur Einschätzung der Kreditwürdigkeit. Je nach Anbieter bedeutet ein niedrigerer oder höherer Wert bessere Bonität.
Beleihungsbasis für eine Finanzierung, häufig aus Forderungen, Lagerbeständen oder anderen kurzfristig verwertbaren Vermögenswerten berechnet.
Anteil des Rohertrags am Umsatz. Sie zeigt, wie viel nach direkten Waren- oder Herstellungskosten zur Deckung weiterer Kosten verbleibt.
Betriebswirtschaftliche Auswertung. Monatliche Übersicht aus der Buchhaltung mit Umsätzen, Aufwendungen und Ergebnis. Wichtigste Unterlage bei Finanzierungsanfragen.
Förderinstitut, das Bürgschaften für Unternehmen übernimmt, wenn bankübliche Sicherheiten nicht ausreichen.
Capital Expenditures: Investitionen in langfristige Vermögenswerte wie Maschinen, Fahrzeuge, IT oder Gebäude.
Bündelung liquider Mittel mehrerer Gesellschaften innerhalb einer Unternehmensgruppe. Ziel ist eine bessere Steuerung von Guthaben, Linien und Zinsaufwand.
Geschwindigkeit, mit der ein Unternehmen Liquidität verbraucht. Besonders relevant bei Start-ups, Projekten und Turnaround-Situationen.
Zeitraum vom Einkauf von Material bis zum Geldeingang nach Verkauf. Wichtige Working-Capital-Kennzahl. Mehr dazu.
Zahlungswirksamer Mittelzufluss eines Unternehmens. Er zeigt, wie viel Liquidität aus dem operativen Geschäft tatsächlich entsteht.
Operative Steuerung von Zahlungseingängen, Zahlungsausgängen, Bankkonten, Liquiditätsreserven und kurzfristigen Finanzierungen.
Liquiditätsreserve für unerwartete Ausgaben, schwankende Zahlungseingänge oder temporäre Umsatzrückgänge.
Mechanismus, bei dem überschüssige Liquidität automatisch zur Sondertilgung oder Reduzierung einer Kreditlinie verwendet wird.
Vertragliche Finanzkennzahl oder Verhaltenspflicht in Kreditverträgen. Wird ein Covenant verletzt, können Nachverhandlungen oder Kündigungsrechte entstehen.
Wirtschaftsauskunftei in Deutschland. Vergibt Bonitätsindizes für Unternehmen, oft Grundlage für Anbieter-Entscheidungen.
Liquiditätskennzahl, die das Umlaufvermögen ins Verhältnis zu kurzfristigen Verbindlichkeiten setzt.
Vertragliche Überlassung von Geld gegen Rückzahlung, meist mit Zinsen. Es kann besichert oder unbesichert, fest oder variabel verzinst sein.
Vertragliche Grundlage eines Darlehens mit Regelungen zu Betrag, Laufzeit, Zinsen, Tilgung, Sicherheiten und Kündigungsrechten.
Kleine staatliche Beihilfe, die unter bestimmten Grenzen ohne umfangreiches EU-Genehmigungsverfahren gewährt werden kann. Relevant bei Förderprogrammen.
Kunde, der Ihrem Unternehmen Geld schuldet (offene Forderung). Im Factoring tritt der Factor an die Stelle des ursprünglichen Forderungsinhabers.
Verwaltung offener Forderungen: Rechnungsstellung, Mahnwesen, Inkasso. Beim Factoring häufig outgesourct an den Factor.
Durchschnittliche Dauer, bis Kunden ihre Rechnungen bezahlen. Es entspricht inhaltlich häufig den Außenstandstagen.
Verschuldungskennzahl, die Netto- oder Finanzverbindlichkeiten ins Verhältnis zum EBITDA setzt. Sie zeigt, wie viele Jahresergebnisse zur Entschuldung nötig wären.
Betrag, der nach Abzug variabler Kosten zur Deckung fixer Kosten und zur Gewinnerzielung übrig bleibt. Wichtig für Preis- und Sortimentsentscheidungen.
Differenz zwischen verfügbarem Kapital und tatsächlichem Finanzierungsbedarf. Sie kann durch Eigenmittel, Kredit, Factoring oder Leasing geschlossen werden.
Übernahme des Zahlungsausfallrisikos für Forderungen. Der Begriff wird häufig im Zusammenhang mit Factoring und Warenkreditversicherung verwendet.
Durchschnittliche Lagerdauer in Tagen. Eine hohe DIO bindet Kapital im Warenbestand und kann Liquidität belasten.
Abschlag bei Auszahlung eines Kredits. Der Auszahlungsbetrag ist niedriger als die Darlehenssumme, wodurch sich die tatsächlichen Finanzierungskosten erhöhen.
Zahlungsabwicklung im Außenhandel, bei der Banken Dokumente gegen Zahlung oder Zahlungsversprechen weiterleiten. Es bietet weniger Sicherheit als ein Akkreditiv.
Durchschnittliche Zahlungsdauer gegenüber Lieferanten. Die Kennzahl zeigt, wie lange Lieferantenkredite genutzt werden.
Debt Service Coverage Ratio: Verhältnis von verfügbarem Cashflow zum Schuldendienst. Banken nutzen sie zur Beurteilung der Kapitaldienstfähigkeit.
Durchschnittliche Außenstandstage bis zur Bezahlung von Rechnungen. Eine zentrale Kennzahl zur Beurteilung der Kreditpolitik gegenüber Kunden.
Sorgfältige Prüfung eines Unternehmens, Projekts oder Forderungsbestands vor einer Finanzierung, Beteiligung oder Transaktion.
Earnings Before Interest and Taxes. Operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern, aber nach Abschreibungen.
Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization. Ertragskennzahl, die das operative Ergebnis vor Finanzierungs- und Abschreibungseffekten zeigt.
EBITDA im Verhältnis zum Umsatz. Sie zeigt, wie profitabel das operative Geschäft vor Abschreibungen und Finanzierungseffekten arbeitet.
Der Factor übernimmt zusätzlich zur Vorfinanzierung das volle Ausfallrisiko (bis 100 %). Standardvariante für KMU.
Zinssatz inklusive wesentlicher Kostenbestandteile einer Finanzierung. Er eignet sich besser zum Angebotsvergleich als der reine Nominalzins.
Kapital, das dem Unternehmen wirtschaftlich dauerhaft zur Verfügung steht. Es verbessert Stabilität, Rating und Finanzierungsspielraum.
Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme. Wichtige Kennzahl für Bonität und Rating. Wie verbessern.
Verhältnis von Jahresergebnis zu Eigenkapital. Die Kennzahl zeigt, wie stark das eingesetzte Eigenkapital verzinst wird.
Vertragliche Regelung, bei der der Verkäufer bis zur vollständigen Zahlung Eigentümer der Ware bleibt.
Finanzierung von Wareneinkauf, Material oder Handelsware, häufig zur Vorfinanzierung saisonaler oder wachstumsbedingter Bestände.
Rechtlicher Einwand eines Schuldners gegen eine Forderung, etwa wegen Mängeln oder nicht erfüllter Leistung. Im Factoring sind einredefreie Forderungen besonders wichtig.
Kredit, bei dem während der Laufzeit meist nur Zinsen gezahlt werden und die Tilgung am Ende in einer Summe erfolgt.
Allgemeiner Begriff für eine zugesagte Finanzierungslinie oder Kreditfazilität, oft in strukturierten Finanzierungen verwendet.
Anbieter, an den Sie Forderungen verkaufen. Spezialisiertes Finanzinstitut, oft Tochter einer Bank oder eigenständige Factoring-Gesellschaft.
Laufender Verkauf von Forderungen an einen Factor, der den Großteil sofort auszahlt und Risiken/Management übernimmt. Produktseite.
Entgelt des Factors für Forderungsankauf, Risikoübernahme und Debitorenmanagement. Zusätzlich fallen meist Zinsen für die Vorfinanzierung an.
Vom Factor eingeräumter maximaler Finanzierungsrahmen für den Ankauf und die Vorfinanzierung von Forderungen.
Strukturierte Anfrage an Banken, Leasinggesellschaften oder alternative Finanzierer mit Informationen zu Unternehmen, Vorhaben und Unterlagen.
Mittel- bis langfristiges Leasing mit Vollamortisation des Objekts. Wirtschaftlich nah am Kredit, aber Bilanzwirkung je nach Vertragsausgestaltung variabel.
Phase, in der ein Unternehmen neues Kapital von Investoren, Banken oder anderen Kapitalgebern einwirbt.
Zusammensetzung aus Eigenkapital, Bankkrediten, Leasing, Factoring, Fördermitteln und weiteren Finanzierungsbausteinen.
Planung von Einzahlungen, Auszahlungen, Investitionen, Finanzierungen und Liquiditätsentwicklung über einen definierten Zeitraum.
Stichtagsübersicht über liquide Mittel, Banklinien, Verbindlichkeiten, Forderungen und kurzfristigen Finanzierungsbedarf.
Kosten, die kurzfristig unabhängig von Umsatz oder Produktionsmenge anfallen, etwa Miete, Gehälter oder Versicherungen.
Geldanspruch gegen einen Kunden (Debitor), entstanden durch erbrachte Lieferung oder Leistung.
Dauer zwischen Rechnungsstellung und Zahlungseingang. Lange Forderungslaufzeiten binden Liquidität und erhöhen den Finanzierungsbedarf.
Verkauf einzelner, meist langfristiger Forderungen ohne Rückgriff auf den Verkäufer. Häufig bei Exportgeschäften und Projektfinanzierungen.
Verfügbare Zahlungsmittel nach Berücksichtigung fälliger Verpflichtungen und operativer Mindestreserven.
Kapital, das einem Unternehmen befristet von Gläubigern zur Verfügung gestellt wird, etwa Kredite, Darlehen oder Verbindlichkeiten.
Anteil des Fremdkapitals an der Bilanzsumme. Sie ergänzt die Eigenkapitalquote bei der Beurteilung der Kapitalstruktur.
Finanzierung von Pkw, Transportern oder Lkw über Leasing, Kredit, Mietkauf oder Flottenmodelle.
Zeitpunkt, zu dem eine Zahlung rechtlich oder vertraglich zu leisten ist. Fälligkeiten sind zentral für Liquiditätsplanung und Mahnwesen.
Darlehen aus öffentlichen Förderprogrammen, häufig mit vergünstigten Zinsen, Haftungsfreistellung oder tilgungsfreien Anlaufjahren.
Selbstständiges Zahlungs- oder Leistungsversprechen, häufig zur Absicherung von Vertragspflichten, Anzahlungen oder Gewährleistungen.
Kapitalbeteiligungsform, die wirtschaftlich zwischen Eigen- und Fremdkapital steht. Verbessert die EK-Quote ohne Stimmrechtsabgabe.
Kennzahl, die zeigt, wie effizient das gesamte eingesetzte Kapital verzinst wird. Sie setzt Ergebnis und Fremdkapitalzinsen ins Verhältnis zur Bilanzsumme.
Abtretung eines ganzen Forderungsbestands oder definierter Forderungsgruppen an einen Finanzierer als Sicherheit.
Dingliches Sicherungsrecht an einer Immobilie. Banken nutzen sie häufig zur Absicherung größerer Kredite.
Finanzierung der Startphase eines Unternehmens, etwa für Investitionen, Anlaufkosten, Warenbestand und Liquiditätsreserve.
Gewinn- und Verlustrechnung. Sie zeigt Erträge, Aufwendungen und Ergebnis eines Unternehmens für einen bestimmten Zeitraum.
Förderinstrument, bei dem eine Förderbank einen Teil des Kreditrisikos gegenüber der Hausbank übernimmt. Das kann Kreditentscheidungen erleichtern.
Jahresabschluss nach handelsrechtlichen Vorschriften. Sie bildet die Grundlage für Ausschüttung, Bonitätsprüfung und viele Bankanalysen.
Werthaltige, gut verwertbare Sicherheiten wie Immobilien, Maschinen, Fahrzeuge oder liquide Wertpapiere.
Klassische Geschäftsbank, mit der ein Unternehmen seine wesentliche Geschäftsbeziehung pflegt. In der Mittelstandsfinanzierung zunehmend ergänzt durch alternative Lender.
Beitreibung überfälliger Forderungen. Im Factoring meist Aufgabe des Factors als Teil des ausgelagerten Debitorenmanagements.
Finanzierung aus eigener Kraft, etwa durch Gewinne, Abschreibungen, Working-Capital-Optimierung oder Freisetzung gebundener Liquidität.
Darlehen zwischen verbundenen Unternehmen innerhalb einer Gruppe. Wichtig sind klare Verträge, Verrechnungspreise und Rückzahlungsfähigkeit.
Mittel- bis langfristiges Darlehen zur Finanzierung von Anlagegütern (Maschinen, Gebäude, Fahrzeuge).
Verhältnis von Investitionen zu Umsatz, Anlagevermögen oder Abschreibungen. Sie zeigt, wie stark ein Unternehmen in seine Zukunftsfähigkeit investiert.
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie gegebenenfalls Anhang und Lagebericht. Eine zentrale Unterlage für Banken, Leasinggeber und Factoring-Anbieter.
Gewinn nach Steuern laut GuV vor Ergebnisverwendung. Er kann ausgeschüttet, thesauriert oder mit Verlustvorträgen verrechnet werden.
Kapital, das in Vorräten, Forderungen, Maschinen oder Projekten gebunden ist und kurzfristig nicht frei verfügbar ist.
Fähigkeit eines Unternehmens, Zins und Tilgung aus dem laufenden Cashflow zu bedienen. Eine der wichtigsten Prüfgrößen bei Kreditentscheidungen.
Zuführung neuen Eigenkapitals durch Gesellschafter oder Investoren. Sie stärkt Eigenkapitalbasis und Finanzierungsspielraum.
Rechnung, die Zahlungsströme aus operativer Tätigkeit, Investition und Finanzierung zeigt. Sie macht die Liquiditätsentwicklung transparenter als die GuV allein.
Bestandteil des Eigenkapitals, der zum Beispiel durch Aufgelder bei Kapitalerhöhungen entsteht.
Verhältnis und Zusammensetzung von Eigenkapital, Fremdkapital und hybriden Finanzierungsformen.
Kreditanstalt für Wiederaufbau. Förderbank des Bundes, vergibt zinsverbilligte Kredite und Zuschüsse, durchgeleitet über Hausbanken.
Zusammenführung mehrerer bestehender Verbindlichkeiten in einen Kredit. Häufig zur Senkung des Gesamt-Zinsaufwands und zur Vereinfachung.
Größerer Kredit, der von mehreren Banken gemeinsam bereitgestellt wird. Eine Bank übernimmt meist die Rolle des Konsortialführers.
Klassische Kreditlinie auf dem Geschäftskonto. Flexibel, aber häufig deutlich teurer als ein spezialisierter Betriebsmittelkredit.
Von einer Bank oder einem Finanzierer zugesagter Kreditrahmen, der bis zu einer bestimmten Höhe flexibel genutzt werden kann.
Aufschlag auf einen Referenzzins oder internen Refinanzierungssatz. Sie spiegelt Bonität, Laufzeit, Sicherheiten und Strukturierungsaufwand wider.
Lieferant oder Dienstleister, dem das Unternehmen Geld schuldet. Kreditorenlaufzeiten beeinflussen das Working Capital.
Analyse von Bonität, Unterlagen, Sicherheiten, Kapitaldienstfähigkeit und Geschäftsmodell durch einen Finanzierer.
Zeitraum, über den ein Kredit, Leasingvertrag oder eine sonstige Finanzierung vereinbart ist. Sie sollte zur Nutzungsdauer und Rückzahlungsfähigkeit passen.
Kennzahl zur schnellen Einschätzung von Leasingangeboten. Er beschreibt die monatliche Leasingrate im Verhältnis zum Objektwert.
Unternehmen, das ein Leasingobjekt erwirbt und dem Leasingnehmer gegen Zahlung von Leasingraten zur Nutzung überlässt.
Unternehmen, das ein Leasingobjekt nutzt und dafür vertraglich vereinbarte Leasingraten zahlt.
Der finanzierte Gegenstand eines Leasingvertrags, zum Beispiel Maschine, Fahrzeug, IT-Hardware oder Medizintechnik.
Regelmäßige Zahlung für die Nutzungsüberlassung eines Leasingobjekts. Setzt sich aus Tilgung, Zinsen und Servicekomponenten zusammen.
Kurzfristige Finanzierung durch Zahlungsziele eines Lieferanten. Er entsteht, wenn Ware geliefert, aber erst später bezahlt wird.
Fähigkeit eines Unternehmens, fällige Zahlungen jederzeit leisten zu können. Sie ist Voraussetzung für Stabilität, Verhandlungsspielraum und Wachstum.
Kennzahl, die liquide Mittel ins Verhältnis zu kurzfristigen Verbindlichkeiten setzt. Sie zeigt die sehr kurzfristige Zahlungsfähigkeit.
Kennzahl aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Forderungen im Verhältnis zu kurzfristigen Verbindlichkeiten.
Vorausschauende Planung von Einzahlungen und Auszahlungen. Sie ist Grundlage für frühzeitige Finanzierungsentscheidungen.
Verhältnis eines Kredits zum Wert der finanzierten oder besicherten Sache. Je höher der LTV, desto geringer ist der Sicherheitspuffer.
Kredit gegen Verpfändung leicht bewertbarer Vermögenswerte, etwa Wertpapiere, Forderungen oder Waren.
Strukturierter Prozess zur Erinnerung und Durchsetzung überfälliger Forderungen. Ein gutes Mahnwesen senkt Außenstandstage und Ausfallrisiken.
Differenz zwischen Erlös und Kosten oder Zinsaufschlag eines Finanzierers. Der Kontext entscheidet, ob operative oder finanzielle Marge gemeint ist.
Preis, der für einen Vermögenswert unter marktüblichen Bedingungen erzielbar wäre. Er kann vom Buchwert deutlich abweichen.
Finanzierung von Maschinen und Anlagen über Kredit, Leasing, Mietkauf oder Sale-and-Lease-Back. Entscheidend sind Objektwert, Nutzungsdauer und Cashflow-Wirkung.
Hybride Finanzierungsform zwischen Eigen- und Fremdkapital. Wirtschaftlich oft EK-ähnlich, aber mit fester Verzinsung und endlicher Laufzeit.
Leasing-Variante mit zwingender Übereignung am Vertragsende. Wirtschaftlich nah am Ratenkauf.
Steuerlich und wirtschaftlich relevante Mindestlaufzeit eines Leasingvertrags, damit die gewünschte Zuordnung des Leasingobjekts erreicht wird.
Vertraglich vereinbarter Mindestbetrag, der innerhalb eines Zeitraums zurückgeführt werden muss.
Periodischer Abschluss der Buchhaltung für einen Monat. Er liefert aktuelle Zahlen für Steuerung, Reporting und Finanzierer.
Darlehen, das im Insolvenzfall erst nach anderen Gläubigern bedient wird. Es kann wirtschaftlich eigenkapitalähnlich wirken.
Verpflichtung eines Kreditnehmers, ohne Zustimmung des Finanzierers keine zusätzlichen Sicherheiten an andere Gläubiger zu stellen.
Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel. Die Kennzahl zeigt, wie hoch die zinstragende Verschuldung nach vorhandener Kasse tatsächlich ist.
Umlaufvermögen abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten. Es zeigt, wie viel Kapital netto im operativen Geschäft gebunden ist.
Ausgewiesener Zinssatz eines Kredits ohne Berücksichtigung weiterer Kosten, Gebühren oder Tilgungsstruktur. Für Vergleiche ist oft der Effektivzins aussagekräftiger.
Factoring-Variante, bei der der Debitor über die Abtretung der Forderung informiert wird und direkt an den Factor zahlt.
Kurzfristige Nutzungsüberlassung, ähnlich einer Miete. Kein Vollamortisation, häufig bilanzneutral.
Zahlungsüberschuss aus dem laufenden Geschäft. Er zeigt, ob das Kerngeschäft ausreichend Liquidität erwirtschaftet.
Operating Expenditures: laufende betriebliche Ausgaben wie Miete, Personal, Energie, Wartung oder Software-Abonnements.
Entgangener Nutzen der besten nicht gewählten Alternative. In Finanzierungsentscheidungen helfen sie, gebundenes Kapital wirtschaftlich zu bewerten.
Seite der Bilanz, die Herkunft und Struktur des Kapitals zeigt: Eigenkapital, Rückstellungen und Verbindlichkeiten.
Erklärung eines Gesellschafters oder Mutterunternehmens zur Unterstützung eines Unternehmens. Sie kann weich oder rechtlich verbindlicher ausgestaltet sein.
Bilanzielle Wertberichtigung auf Forderungen zur Berücksichtigung allgemeiner Ausfallrisiken.
Spezialform des Factorings für Zeitarbeits- und Personaldienstleistungsfirmen. Mehr dazu.
Fremdkapitalfinanzierung durch nicht-bankliche Kapitalgeber, häufig Fonds. Sie kann flexibler, aber auch teurer als klassische Bankfinanzierung sein.
Finanzierung, bei der die Rückzahlung vor allem aus den Cashflows eines konkreten Projekts erfolgen soll.
Verlängerung einer bestehenden Finanzierung nach Ablauf der Zinsbindung oder Vertragslaufzeit, häufig mit neuen Konditionen.
Liquiditätskennzahl, die liquide Mittel und kurzfristige Forderungen ins Verhältnis zu kurzfristigen Verbindlichkeiten setzt.
Kreditvereinbarung mit einem festgelegten Gesamtlimit, aus dem einzelne Abrufe oder Tranchen flexibel genutzt werden können.
Vereinbarung, dass ein Gläubiger im Rang hinter andere Gläubiger zurücktritt. Dadurch kann ein Darlehen wirtschaftlich eigenkapitalnäher wirken.
Regelmäßige Zahlung zur Bedienung einer Finanzierung. Sie kann Zins, Tilgung, Leasinganteile oder Servicebestandteile enthalten.
Bonitätsbeurteilung eines Unternehmens. Intern bei Banken oder extern durch Agenturen. Bessere Ratingstufen bedeuten günstigere Zinsen.
Bilanzielle Zuordnung von Einnahmen oder Ausgaben zum wirtschaftlich richtigen Zeitraum.
Vorfinanzierung einzelner Rechnungen oder Forderungen. Sie ist mit Factoring verwandt, aber oft stärker transaktionsbezogen.
Beschaffung von Kapital durch einen Finanzierer oder Ablösung bestehender Finanzierungen durch neue Mittel.
Verhältnis von Ergebnis zu eingesetztem Kapital, Umsatz oder Eigenkapital. Sie misst die wirtschaftliche Ertragskraft.
Erwarteter Wert eines Leasingobjekts oder Anlageguts am Ende der Laufzeit. Er beeinflusst Leasingraten, Kaufoptionen und Verwertungsrisiken.
Finanzierung, die laufend zurückgeführt und wieder in Anspruch genommen werden kann. Typisch bei Kontokorrentlinien oder Forderungsfinanzierungen.
Zinsbestandteil, der das individuelle Ausfall- oder Strukturierungsrisiko einer Finanzierung abbildet.
Umsatz abzüglich Waren- oder Materialeinsatz. Er zeigt den Ergebnisbeitrag vor Personal-, Sach- und Finanzierungskosten.
Bilanzposition für künftige, ungewisse Verpflichtungen (z.B. Garantien, Pensionen). Wirkt mindernd auf den Gewinn.
Finanzierung saisonaler Spitzen bei Warenbestand, Produktion oder Personalbedarf. Sie wird häufig kurzfristig strukturiert.
Verkauf eines Vermögensgegenstandes an eine Leasing-Gesellschaft mit anschließendem Zurückleasen. Liquiditätsfreisetzung aus eigenem Bestand. Praxis-Beitrag.
Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Wirtschaftsauskunftei in Deutschland mit Fokus auf Privatpersonen und Geschäftsführer.
Summe aus Zins- und Tilgungszahlungen innerhalb eines Zeitraums. Er muss dauerhaft aus dem Cashflow tragbar sein.
Kapitalmarktnahe Darlehensform für größere Unternehmen, meist mit institutionellen Investoren als Kapitalgebern.
Vorrangiges Fremdkapital, das im Insolvenzfall vor nachrangigen Gläubigern bedient wird. Es ist meist günstiger als Junior- oder Mezzanine-Kapital.
Vermögenswerte oder Rechte, die einem Finanzierer zur Absicherung dienen, etwa Forderungen, Maschinen, Warenlager, Bürgschaften oder Grundschulden.
Übertragung des Eigentums an einem Gegenstand zur Kreditsicherung, während der Kreditnehmer den Gegenstand weiter nutzt.
Preisnachlass bei früher Zahlung einer Rechnung, üblicherweise 2–3 % bei Zahlung innerhalb 14 Tagen. Strategie.
Nominaler Zinssatz, der für die Überlassung eines Kreditbetrags berechnet wird. Gebühren und weitere Kosten sind darin nicht vollständig enthalten.
Außerplanmäßige Rückzahlung eines Kredits zusätzlich zur vereinbarten Rate. Sie kann Zinskosten senken, ist aber vertraglich oft begrenzt.
Variante, bei der der Factor gegenüber dem Debitor nicht in Erscheinung tritt. Die Forderung wird intern abgetreten, der Kunde merkt nichts.
Rückzahlung des Kreditbetrags. Erfolgt je nach Vertrag annuitätisch, ratierlich oder endfällig.
Darlehen mit gleichbleibender Tilgung und sinkendem Zinsanteil. Die Gesamtbelastung nimmt im Zeitverlauf ab.
Übersicht über zukünftige Zins- und Tilgungszahlungen eines Kredits. Er zeigt Restschuld und Kapitaldienst über die Laufzeit.
Finanzierungs- und Absicherungsinstrumente für Handelsgeschäfte, insbesondere Import, Export, Warenfluss und Zahlungsrisiken.
Teilbetrag einer Finanzierung, der separat zugesagt, abgerufen oder mit eigenen Konditionen versehen wird.
Unternehmensfunktion zur Steuerung von Liquidität, Finanzierung, Zahlungsverkehr, Zins- und Währungsrisiken.
Kurzfristig gebundene Vermögenswerte wie Vorräte, Forderungen und Bankguthaben. Es ist ein zentraler Bestandteil des Working Capital.
Ablösung bestehender Kredite durch einen neuen Kredit, häufig zu günstigeren Konditionen. Oft kombiniert mit Konsolidierung.
Factoring-Variante ohne Übernahme des Ausfallrisikos. Sie erhalten Liquidität, tragen aber das Risiko, falls der Kunde nicht zahlt.
Wirtschaftlicher Wert eines Unternehmens, abhängig von Ertragskraft, Cashflows, Risiken, Vermögen und Marktumfeld.
Kurzfristige Finanzierung zur Schließung einer zeitlichen Lücke bis zu einem erwarteten Zahlungseingang oder einer Anschlussfinanzierung.
Auszahlung oder Wertstellung eines Kredits. Ab diesem Zeitpunkt werden Mittel bereitgestellt und häufig auch Zinsen berechnet.
Zinsvereinbarung, bei der sich der Zinssatz an einem Referenzzins orientiert und während der Laufzeit verändern kann.
Zahlungsverpflichtungen gegenüber Banken, Lieferanten, Finanzierern oder sonstigen Gläubigern.
Rechtliche und wirtschaftliche Werthaltigkeit einer Forderung. Im Factoring ist sie entscheidend, weil nur echte und einredefreie Forderungen finanziert werden.
Bestellung eines Pfandrechts an Forderungen, Kontoguthaben, Wertpapieren oder beweglichen Sachen zur Sicherung einer Finanzierung.
Kennzahl zur Relation von Fremdkapital zu Eigenkapital. Ein hoher Verschuldungsgrad kann das Rating belasten.
Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen. Regelt zahlreiche Sonderfälle bei Bauverträgen, die klassisches Factoring erschweren.
Entgelt, das bei vorzeitiger Rückzahlung eines fest verzinsten Kredits entstehen kann. Es soll den Zinsausfall des Kreditgebers ausgleichen.
Bestände an Rohstoffen, Waren, unfertigen und fertigen Erzeugnissen. Sie sichern Lieferfähigkeit, binden aber Liquidität.
Versicherung gegen Forderungsausfall. Kann mit Factoring kombiniert werden. Vergleich.
Finanzierung von Beständen im Lager. Sie entlastet Liquidität, setzt aber belastbare Bestandswerte und Prozesse voraus.
Wertpapier mit Zahlungsanweisung oder Zahlungsversprechen zu einem späteren Zeitpunkt. Im modernen Mittelstand seltener, im Handel historisch wichtig.
Finanzierung kurzfristiger Kapitalbindung in Forderungen, Vorräten und Zahlungszielen. Typische Instrumente sind Kontokorrent, Factoring und Einkaufsfinanzierung.
Differenz zwischen Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Maß für die kurzfristige Liquidität. Optimierung.
Standardisiertes elektronisches Berichtsformat für Finanzdaten und Jahresabschlüsse. Es erleichtert die strukturierte Auswertung von Unternehmenszahlen.
Rendite einer Anlage oder Finanzierung aus Sicht des Kapitalgebers. Im Kreditkontext beschreibt sie die erwartete Verzinsung inklusive Risikoaufschlag.
Vertraglich vereinbarte Frist bis zur Zahlung einer Rechnung. Lange Zahlungsziele können Umsatz ermöglichen, binden aber Liquidität.
Vertragliche Klausel, die die Abtretung von Forderungen ausschließt – problematisch fürs Factoring. § 354a HGB schränkt die Wirksamkeit bei B2B-Geschäften ein.
Zeitraum, für den der Zinssatz eines Kredits festgeschrieben ist. Bei Mittelstandsfinanzierungen üblich 3–10 Jahre.
Kennzahl, die zeigt, wie oft das operative Ergebnis den Zinsaufwand deckt. Sie ist ein Indikator für finanzielle Belastbarkeit.
Darstellung von Zinssätzen verschiedener Laufzeiten. Sie hilft bei der Einschätzung von Marktumfeld, Zinsbindung und Refinanzierungskosten.
Finanzinstrument zur Absicherung oder Umwandlung von Zinsrisiken, etwa von variabler in feste Verzinsung.
Risiko, dass sich steigende oder fallende Marktzinsen negativ auf Finanzierungskosten oder Bewertung auswirken.
Kurzfristige Finanzierung bis zur Auszahlung einer langfristigen Finanzierung, eines Verkaufserlöses oder eines Fördermittels.